Liquid State Machine

Martin Howse & Wolfgang Spahn

Liquid State Machine (transmediale 2012) from Wolfgang Spahn on Vimeo..

Liquid State Machine (Lichtnächte 2011) from Wolfgang Spahn on Vimeo

Liquid State Machine ist eine Geräusch-Licht-Performance, die auf der Vereinigung von Martin Howses Noise-Maschinen und den digitalen/analogen Projektoren von Wolfgang Spahn beruht. Basieren auf verschiedenste chemische, biologische und physikalischen Systemen funktioniert diese wie eine einzige komplexe Maschine, die ein kontinuierliches Raum-Klang-Kontinuum generiert.

Liquid State Machine

 

Der Begriff „Liquide State Machine“ ist den Neurowissenschaften und der Computerforschung entliehe. Dieser umfasst sowohl ein künstliches neuronales Netz, deren Eingaben, die nichtlinearen Übertragungs- und Aktivierungsfunktionen als auch deren resultierenden Ausgaben. So kann eine LSM zur selbständigen Berechnen spezifischer Vorgänge dienen oder aber - mehr oder weniger - maßgeblich an verschiedenen Berechnungsprozessen beteiligt sein.

Liquid State Machine 01

foto von Arnold Kammler

Exemplarisch hierfür steht eine Untersuchung der Universität von Sussex (Pattern
Recognition in a Bucket). Der Ausdruck LSM wird hier regelrecht wörtlich verwendet. So werden die Wellen und Interferenzmuster, die auf einer Wasseroberfläche entstehen zur nichtlinearen Mustererkennung verwendet um somit eine verbesserte Datenaufbereitung für Spracherkennungsanwendungen zu erreichen.

Liquid State Machine

foto von Cendra Polsner

LSM könnte aber auch als Model für gesellschaftliche, künstlerische und auch wissenschaftliche Praxis rezipiert werden. Und dabei wiederum soweit gefasst werden, dass sich durchaus einige paranoide Interpretationen für zukünftige Entwicklungen ergäben. So wäre in einer letzten Konsequenz, jegliches System auch nur als Anordnung zu verstehen, dass zur Berechnung eines anderen bestimmten Problems dient.

 

Liquid State Machine 02
foto von Arnold Kammler

 

Die Liquid State Machine war im "Haus der Kulturen der Welt" auf der transmediale 2012 so wie im Rahmen der "Lichtnächte 2011 – MERGEFORMAT – Festival für audiovisuelle Wirkungsforschung" am 30. Juli 2011 im Mortuarium des Eichstätter Doms zu sehen.